Wallbox mit 11 oder 22 kW – was passt zu Ihrem Alltag?

Die größere Zahl beantwortet noch nicht Ihre Ladefrage

Eine Wallbox soll Ihnen den Alltag erleichtern: ankommen, anschließen und zur nächsten Fahrt genügend Energie im Fahrzeug haben. Welche Leistung dafür sinnvoll ist, hängt zuerst von Ihrer Nutzung ab.

Wie viele Kilometer fahren Sie typischerweise? Wie lange steht das Auto zu Hause? Welche Wechselstrom-Ladeleistung unterstützt Ihr Fahrzeug? Und sollen später weitere Fahrzeuge oder eine Wärmepumpe hinzukommen? Diese Fragen sind hilfreicher als die alleinige Suche nach der höchsten Leistung.

Fahrzeug und elektrische Anlage müssen zusammenpassen

Eine Wallbox mit höherer Nennleistung bewirkt nicht automatisch, dass jedes Fahrzeug diese Leistung nutzen kann. Prüfen Sie die Angaben des Fahrzeugherstellers für das Laden mit Wechselstrom. Anschließend wird betrachtet, welche Lösung sich in Ihre vorhandene elektrische Infrastruktur einbinden lässt.

Bei mehreren geplanten Verbrauchern lohnt sich der gemeinsame Blick auf die Nutzung. Relevant ist beispielsweise, ob zwei Fahrzeuge gleichzeitig laden sollen oder ein Fahrzeug überwiegend über Nacht am Stellplatz steht. Ein abgestimmtes Konzept kann sinnvoller sein als die isolierte Auswahl einzelner Geräte.

Was bedeuten 11 und 22 kW im Alltag?

Ein vereinfachtes Beispiel: Wenn 30 kWh nachgeladen werden sollen, dauert das bei konstant 11 kW rechnerisch etwa 2 Stunden und 45 Minuten. Bei konstant 22 kW wären es etwa 1 Stunde und 22 Minuten. Ladeverluste und Veränderungen der tatsächlichen Ladeleistung sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Den Zeitvorteil einer 22-kW-Wallbox können Sie nur nutzen, wenn auch Ihr Fahrzeug diese Wechselstrom-Ladeleistung unterstützt und der elektrische Anschluss dafür geeignet ist. Kann Ihr Fahrzeug höchstens mit 11 kW Wechselstrom laden, lädt es an einer 22-kW-Wallbox nicht schneller.

Steht Ihr Fahrzeug überwiegend über Nacht, kann eine geringere Ladeleistung Ihren Bedarf bereits decken. Bei kurzen Standzeiten oder mehreren Fahrzeugen kann eine höhere Leistung interessant sein. Entscheidend ist die Kombination aus Energiebedarf, verfügbarer Ladezeit, Fahrzeug und elektrischer Anlage.

Anmeldung und Netzbetreiber-Abstimmung gehören zur Planung

Auch eine Wallbox mit geringerer Leistung muss vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden. Bei einer Leistung über 12 kVA ist zusätzlich dessen Zustimmung erforderlich. Bei bestimmten neu in Betrieb genommenen Ladeeinrichtungen sind zusätzlich die Regelungen für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG zu berücksichtigen. Welche Vorgaben für Ihr Projekt gelten, wird im Anschlussprozess geprüft.

Eine Empfehlung sollte neben dem Gerät auch den Anschluss, die vorhandene Anlage, den Leitungsweg und die erforderlichen Abstimmungen berücksichtigen. Ein pauschaler Gerätepreis beschreibt diese Gesamtleistung noch nicht.

Das können Sie für die erste Anfrage vorbereiten

Nennen Sie Fahrzeugmodell, Projektort und Stellplatz. Beschreiben Sie, wie Sie das Auto nutzen und ob weitere Verbraucher geplant sind. Haben Sie bereits ein Wunschgerät, senden Sie dessen genaue Bezeichnung mit. Fehlende technische Angaben sind kein Hindernis für eine erste Beratung.

Wir planen Wallbox-Installationen für Privatkunden im Umkreis von etwa 50 km um Siegburg, insbesondere im Rhein-Sieg-Kreis und Bonn.

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Fachliche Grundlage: Bundesnetzagentur: Wallbox-Fragen